Philosophische und historische
Anthropologie der Kunst 

Institut für
Kunst- und Kulturwissenschaften

] a [   akademie der bildenden künste
wien

Lehrangebot von WS 2000/01 bis SS 2003

SS 2003 - WS 2002/03
SS 2002 - WS 2001/02
SS 2001 - WS 2000/01

Neuere Lehrveranstaltungen

SS 12 | WS 11/12
SS 11 | WS 10/11
SS 10 | WS 09/10
SS 09 | WS 08/09
SS 08 | WS 07/08
SS 07 | WS 06/07
SS 06 | WS 05/06
SS 05 | WS 04/05
WS 2003/04-SS 2004

Frühere Lehrveranstaltungen

WS 1996/97-SS 2000

Vergangene Lehrveranstaltungen von
O.Univ.Prof. Dr. Elisabeth von Samsonow:
WS 2000/01 bis SS 2003

Privatissima für DissertantInnen sowie Sprechstunden werden nicht aufgeführt.

Sommersemester 2003

Vogeltanz der

Abb.: World Wide Web

VL Neo-Monadologie
oder Die ganz gewöhnliche Trance

Mittwochs, 14.00-16.00 Uhr, Raum M20 (Hauptgebäude Mezzanin)
Beginn: 13. März 2003

Im Zuge der Untersuchungen des »schwachen« Subjekts postmodernen, post-foucaultschen Typs werden die diesem zukommenden »schwachen« Erkenntnisweisen und Zuständlichkeiten wieder Thema: der Traum, die Hypnose, die Trance. Die Vorlesung konzentriert sich auf den Parallelismus zwischen den auf ein »Anderes« hingehenden Formen psychischer oder poetischer Aktivität und den »das Soziale« konstituierenden Akten. Neben einer Reihe neuerer Aufsätze zu Hypnose, Trance, Traum und Besessenheit werden wir vor allem Gabriel Tardes Buch »Die Gesetze der Nachahmung« und Bergsons Schrift zu »Les données immediates de la conscience« herangezogen. Zusätzlich zur Beschäftigung mit Texten wird die Vorlesung eine Auseinandersetzung mit dokumentarischem ethnographischem (Film-)Material bieten.

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Grundriss einer armenischen Kirche

Armenischer Kirchengrundriss

Seminar Raumbeziehungen/Kirchenbau
Architektur und Kultur

Mittwochs, 17.00-19.00 Uhr, Treffpunkt M16 (Hauptgebäude Mezzanin)
Beginn: 13. März 2003

Projektbezogener Unterricht in den Ateliers der Architektur-Klassen.

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Vorlesung Kulturwissenschaften I
HOMO FABER: Wie entsteht Welt?
gemeinsam mit Univ.Ass. Dr. Felicitas Thun

Mittwochs, 11.00-13.00 Uhr, Raum M20 (Hauptgebäude Mezzanin)
Beginn: 13. März 2003

Die anthropologische Analyse von Werkzeugen und Geräten, die die technische und zeichenhafte Aneignung von »Welt« erklärt, muss durch eine Skizze der Grundlagen der Wahrnehmung selbst ergänzt werden. Welche Eigenschaften des Wahrnehmungsapparates sichern zuallererst der Zone des »Objektiven«, der Gegenstände und des »Zeugs« die menschliche Aufmerksamkeit in solch hohem Maße? Warum lassen sich Menschen von Objekten - seien es nun solche der Vergangenheit, des täglichen Lebens, solche der utopischen Phantasie oder der Kunst - hochgradig faszinieren und dazu bringen, mit ihnen jene Form von Beziehung aufzunehmen, die Andy Warhol in der Verlobung mit seinem tape-recorder vorgeführt hat? Die Wahrnehmungsanalyse wird die Genese der Wahrnehmung in den Vordergrund stellen, also jene eigentümlichen Prozesse reflektieren, die für Nicht-Sprechende, für Säuglinge und sich Wundernde eine Welt aufziehen lassen, und diese dann mit der »Welt« der Erwachsenen in vielschichtigen Konfigurationen in Beziehung setzen. Im Rahmen der Vorlesung werden Texte zur frühkindlichen Psychologie gelesen (u.a. von Winnicott, Klein und Eriksson), sowie künstlerische Strategien der Gegenwartskunst betrachtet. Es wird davon ausgegangen, dass eine spezifische Form von »stets werdender« Wahrnehmung bestimmte Ansätze in der Gegenwartskunst theoretisch hinterfängt.

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Gilles Deleuze

Gilles Deleuze

Seminar für DiplomandInnen und DissertantInnen

Donnerstags, 14.00-16.00 Uhr, Raum M16 (Hauptgebäude Mezzanin)
Beginn: 13. März 2003

Lektüre und Diskussion von
- Gilles Deleuze: Die Falte. Leibniz und der Barock. Übers. a.d. Frz. v. U.J. Schneider. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2000 (= stw 1484), sowie
- Claude Lévi-Strauss: Traurige Tropen Übers. a.d. Frz. v. H. Naumann. . Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1976 (= stw 240).

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Wintersemester 2002/03

Vogeltanz der

Abb.: World Wide Web

VL Neo-Monadologie
oder Die ganz gewöhnliche Trance

Mittwochs, 14.00-16.00 Uhr, Raum M20 (Hauptgebäude Mezzanin)
Beginn: 13. März 2003

Im Zuge der Untersuchungen des »schwachen« Subjekts postmodernen, post-foucaultschen Typs werden die diesem zukommenden »schwachen« Erkenntnisweisen und Zuständlichkeiten wieder Thema: der Traum, die Hypnose, die Trance. Die Vorlesung konzentriert sich auf den Parallelismus zwischen den auf ein »Anderes« hingehenden Formen psychischer oder poetischer Aktivität und den »das Soziale« konstituierenden Akten. Neben einer Reihe neuerer Aufsätze zu Hypnose, Trance, Traum und Besessenheit werden wir vor allem Gabriel Tardes Buch »Die Gesetze der Nachahmung« und Bergsons Schrift zu »Les données immediates de la conscience« herangezogen. Zusätzlich zur Beschäftigung mit Texten wird die Vorlesung eine Auseinandersetzung mit dokumentarischem ethnographischem (Film-)Material bieten.

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Sommersemester 2002

Göttliche Projektion

Robert Fludd: Utriusque cosmi historia

VL Pro-jektion
(anrechenbar für Raumbeziehungen/Kirchenbau)

Mittwochs, 11.00-13.00 Uhr, Raum M20 (Hauptgebäude Mezzanin)
Beginn: 20. März 2002

Die Vorlesung führt ein in denjenigen Horizont, innerhalb dessen die aktuelle Bevorzugung des Projektiven, Projizierten, als des Projektes als Spiegel des Subjektes vorbereitet worden ist. Ausgehend von den Lichtspekulationen des späten Mittelalters und der Renaissance werden die optischen, panoptischen technischen Typen des »Lichtspiels« erörtert und in ihrer Funktion als Modelle von Kreativität kommentiert. Ferner soll deutlich werden, in welcher Form die technischen Projektionen an das (Selbst)Verständnis von mentalen und Bewusstseinsprozessen rückgekoppelt wurden und dieses in gewissermaßen kybernetischer Weise reformiert haben. Die "Architektur des Lichts" wird in ihrer Bedeutung als Archetyp bzw. als erstes Modell und Projekt dargestellt.
Zur Literaturliste.

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Vogeltanz der

Abb.: World Wide Web

Besessenheit
(anrechenbar fü Symbolik und Ikonographie)

Mittwochs, 14.00-16.00 Uhr, Raum M20 (Hauptgebäude Mezzanin)
Beginn: 13. März 2002

Die Vorlesung vertieft inhaltlich die Veranstaltung des Wintersemesters zum Thema Totemismus, wobei die psychotechnischen, d.h. insbesondere die mimentischen Grundlagen für die Möglichkeit »besessen« zu handeln, erarbeitet werden. Während in einem ersten Teil die Besessenheit auf der Basis von ethnographischem Material diskutiert werden wird, ist in einem zweiten Teil der Rückgriff auf die vormoderne Psychologie vorgesehen. Die Vorlesung dient der Reflexion des Agierens unter Fremdeinfluß, welches einmal für die Kunstphilosophie und dann auch für eine erweiterte Form der Gesellschaftstheorie Bedeutung erhült.

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Seminar für DiplomandInnen und DissertantInnen:
Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft

nach Übereinkunft, Raum M16 (Hauptgebäude Mezzanin)
(Anmeldung erforderlich!)

In einer kritischen Revision der Schrift Kants mit dem einschlägigen Titel werden Texte jüngsten Datums zum Thema »Was ist Religion?« herangezogen, z. B. Vattimos und Derridas Schrift Religion, John. D. Caputos erklärende Kurzdarstellung des Sujets bei Routledge und Slavoj Zizeks Buch über Weltanschauungen in derselben Reihe (ebenfalls im Verlag Routledge). Gleichzeitiger Besuch der Vorlesung »Besessenheit« wird empfohlen.

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Wintersemester 2001/02

Der Affekt ist das Medium

DJ Bukem

Ausdruck
Affekt und Medium

Mittwochs, 11.00-13.00 Uhr, Raum M20 (Hauptgebäude Mezzanin)
Beginn: 17. Oktober 2001

Die Vorlesung stellt grundlegende Konzepte für das Verhältnis zwischen Impuls und Ausdruck vor. Auf dem Hintergrund mythologischer und theologischer Schöpfungsberichte sollen moderne und zeitgenössische Vorstellungen von der Mittelbarkeit oder Unmittelbarkeit des Ausdrucks kritisch untersucht werden, wobei mit Schöpfung besonders Raumproduktion gemeint sein wird. Von Interesse wird auch die Linie sein, die vorschriftliche und auch dezidierte anti-schriftliche Ausdrucksregimes von schrift- und textförmigen Formen trennt. Die Vorlesung führt so auch ein in die Diskussion zu Restriktion und Anarchie in der Kunst.
Literatur: Pagels, Elaine: Adam, Eve and the serpent, Vintage Books, 1989. Notter, Viktor: Biblischer Schöpfungsbericht und ägyptische Schöpfungsmythen, Verl. Kath. Bibelwerk, 1974. Johannes Philoponus: De opificio mundi, Herder 1997. Tsumura, David T.: The earth and the waters in Genesis 1 and 2: a linguistic investigation, Sheffield, 1989.

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Ragini

Abb.: unbek. Herkunft

Bestiarien
Zur-Welt-Kommen mit dem Tier

Mittwochs, 14.00-16.00 Uhr, Raum M20 (Hauptgebäude Mezzanin)
Beginn: 17. Oktober 2001

Die Vorlesung beschäftigt sich in ikonographischer Hinsicht erstens mit dem Tier als Begleitung (Totem) und emblematisches Symbol und zweitens in anthropologischer Hinsicht mit den Fragen der Domestikation und Zucht und ihrer Bedeutung für die provisorischen Bilder, die Menschen über sich entworfen haben, drittens mit Mischwesen wie Werwölfen, Zentauren und der Möglichkeit einer »genetischen« Deutung dieser Hybriden. Die Veranstaltung versteht sich auch als Beitrag zu einer aktuellen Diskussion.
Lit.: Gimbutas, Marija: Die Sprache der Göttin: das verschüttete Symbolsystem der westlichen Zivilisation, Zweitausendeins, 1996; - Lévi-Strauss, Claude: Einleitung zu Das Rohe und das Gekochte, Frankfurt a.M. 1996, S.11-46. - Freud, Siegmund : Totem und Tabu, Fischer, 1993.

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Sommersemester 2001

Bühnenbildmodell von Simon Wagner

Abb.: © Simon Wagner

Passagen
(anrechenbar fü Symbolik und Ikonographie)

Mittwochs, 11.00-13.00 Uhr, Raum M20 (Hauptgebäude Mezzanin)
Beginn: 14. März 2001

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Seminar für DiplomandInnen und DissertantInnen:
Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft

nach Übereinkunft, Raum M16 (Hauptgebäude Mezzanin)
(Anmeldung erforderlich!)

In einer kritischen Revision der Schrift Kants mit dem einschlägigen Titel werden Texte jüngsten Datums zum Thema »Was ist Religion?« herangezogen, z. B. Vattimos und Derridas Schrift Religion, John. D. Caputos erklärende Kurzdarstellung des Sujets bei Routledge und Slavoj Zizeks Buch über Weltanschauungen in derselben Reihe (ebenfalls im Verlag Routledge). Gleichzeitiger Besuch der Vorlesung »Besessenheit« wird empfohlen.

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Wintersemester 2000/01

Labyrinth

Grafik: Simon Wagner

Labyrinth
(anrechenbar für Symbolik und Ikonographie)

Mittwochs, 10.00-12.00 Uhr, Raum M20 (Hauptgebäude Mezzanin)
Beginn: . Oktober 2000

Ausgehend von der Erzählung über die wunderbare Funktion des Ariadnefadens soll das Labyrinth als »Supersystem« einer feministischen Anthropologie diskutiert werden. Die Begeisterung des barocken Manierismus ebenso wie der postmodernen Theorie für das Labyrinth wird anhand der Frage nach dem Verhältnis von Suchfunktion und Chaos nachgegangen. Historische und zeitgenössische Theoriemodelle sollen miteinander konfrontiert werden, und zwar unter der Perspektive einer universalen Kategorie des Ortes (»wo?«). Dabei können theologische und biologische (Selbst-)beobachtungsstrukturen auf ihre formalen Kongruenzen hin untersucht werden. Die Vorlesung versteht sich auch als Einführung in die Philosophie der Symbole.

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Giordano Bruno

Abb.: akg Berlin

Heterogenese und Kreativität:
Giordano Bruno

Mittwochs, 14.00-16.00 Uhr, Raum M16 (Hauptgebäude Mezzanin)
Beginn: . Oktober 2000

Vertiefender Lektürenkurs zu Brunos mnemotechnischem Taktat »De imaginum compositione« (On the composition of images, signs & ideas), einer wichtigen, jedoch kaum rezipierten Schrift. Brunos Erfindung des Gedächtnisses als Konstrukt zur Vervielfältigung (Heterogenese) von Bildern über Ähnlichkeiten soll in ihren philosophischen, historischen und aktuellen Bezügen gedeutet werden.
Zugrundegelegte Literatur: Giordano Bruno, On the composition of images, signs & ideas, New York 1991; - Giordano Bruno, Über die Monas, die Zahl und die Figur. Mit einer Einleitung herausgegeben von Elisabeth Samsonow, Hamburg 1991; - Giordano Bruno. Mit einer Einführung hrsg. u. z.T. übers. v. Elisabeth Samsonow, München 1996 (= PHILOSOPHIE JETZT!).

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