Lehrveranstaltungen von
O.Univ.Prof. Dr. Elisabeth von Samsonow
Sommersemester 2007
Abb.: © E. v. Samsonow
Vorlesung Anthropologie II
IMAGO.
Der nicht enden wollende Reiz der Bilder: Magie, Kult, Kunst, Ideologie
Mittwochs, 13.00-15.00 Uhr, Raum M20 (Hauptgebäude Mezzanin)
Beginn: 14. März 2007
Kaum ein Begriff wurde ähnlich inflationär gebraucht: den bildenden Künsten stehen die Bildwissenschaften, die bildgebenden Verfahren, die Ausbildungsstätten etc. etc. und die eingebildeten Kranken, sortiert nach Weibsbildern und Mannsbildern, gegenüber. Um trotz der Diskurs- und Streitgebirge, die sich in den letzten Jahren (von neuem) um diesen Begriff herum in der akademischen Landschaft aufgetürmt haben, noch so etwas wie einen klaren Blick auf die Bildfrage werfen zu können, wird das Gebiet weiträumig überflogen, was eine Synopsis (einen Überblick) ermöglichen soll: zu diesem Zweck sollen nicht nur die sich zwischen einer ikonoklastischen (bilderstürmerischen) und einer magisch-affirmativen Bildpolitik hin- und herschlängelnden Linien der Bildgeschichte im judäo-christlichen Kontinuum bis in die Moderne nachgezeichnet, sondern auch in die »primitiven« oder fremdkulturellen Regime des Bildes ausgeholt werden. Neben künstlerischen bzw. kunsttheoretischen und politischen Bildkonzepten sollen auch die magischen, kultischen und religiösen Bildstrukturen eine Berücksichtigung finden, die dann Licht in die viel gerühmte, viel beklagte und bekämpfte Macht der Bilder zu bringen vermögen.
Eine
Literaturliste
ist zu Beginn des Semesters verfügbar.
Abb.: Uni Hamburg
Seminar Anthropologie IV
ENERGIE
Kraft als Leben oder Ware
Mittwochs, 10.00-12.00 Uhr, Raum M20 (Hauptgebäude Mezzanin)
Beginn: 14. März 2007
Das griechische Wort energeia entstammt, was seinen philosophischen Gebrauch angeht, der aristotelischen Lehre von Akt und Potenz und den Kausal- und Finalursachen. Seit Meister Eckhart es nun mit »Wirklichkeit« übersetzte, hat die Konfusion darüber nicht mehr aufgehört, ob denn diese »Energie« eher auf die Seite der Lebewesen oder auf die der produzierten Dinge (der erga, Werke) gehöre, was also diese »Kraft« sei, die zur Aktualität kommt in einer Werk-Summe, der gegenüber oder innerhalb derer wir uns befinden. Das Seminar dient in der philosophisch-anthropologischen Revision der Energie- und Wirklichkeitsdiskussion der Gewinnung eines breiten Fundaments für die zeitgenössische Auseinandersetzung mit dem Status von Werk, Arbeit und Leben (in der Perspektive dessen, was man heute als »Postfordismus« bezeichnet); zugleich soll die Energie-Frage auf ökonomischem, geopolitischem und individuellem Niveau (bis zu Bergsons élan vital) zur Sprache kommen.
Die
Literaturliste
ist zu Semesterbeginn online.
Abb.: © E. v. Samsonow
Seminar für DiplomandInnen und DissertantInnen
Donnerstags, 11-13 Uhr
Raum M16
Foto: unbek. Herkunft
Privatissimum für DissertantInnen
Nach Absprache
Anmeldung über
p.levar@akbild.ac.at
Foto: Simon Wagner
Sprechstunde
Termine mittwochs 15-16 Uhr
Telefonische Anmeldung im Sekretariat erforderlich!
(Tel. 01-588 16 / 194, Fr. Dunja Reithner)