Philosophische und historische
Anthropologie der Kunst 

Institut für
Kunst- und Kulturwissenschaften

] a [   akademie der bildenden künste
wien

Lehrangebot im SS 2008

VL Anthropologie II
Die ödipale Gesellschaft und die Legitimität der Kunst

SE für DiplomandInnen und DissertantInnen

PV für DissertantInnen

Sprechstunde

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Lehrveranstaltungen von
O.Univ.Prof. Dr. Elisabeth von Samsonow

Sommersemester 2008

Gemälde von E. Blair Leighton

Abb.: commons.wikimedia.org

Vorlesung Anthropologie II
Die ödipale Gesellschaft und die Legitimität der Kunst:
Das Problem des Auftrags in der Politik der Gegenwart

Geblockt! Termine jeweils freitags, Raum M20 (Hauptgebäude Mezzanin), zu folgenden Zeiten:
11. April 2008, 10-12 und 14-16 h
9. Mai 2008, 10-12 und 14-16 h
30. Mai 2008, 10-12 und 14-16 h
6. Juni 2008, 10-12 und 14-16 h

Beginn: 11. April 2008

Die Vorlesung nimmt die Position der Künstlerin und des Künstlers aus der Perspektive ihres gesellschaftspolitischen Auftrags ins Visier. Seit einigen Jahrzehnten wird in der Kunst auf eine neue Inanspruchnahme des politischen Auftrags gesetzt. Die Fusion zwischen dem extrem aufgeweiteten Begriff der Kunst, der massenmedial gewordenen »Öffentlichkeit« und einer im globalen Kapitalismus aufzugehen drohenden Politik scheint so gut wie vollendet. Was wird also auf dem Feld Kunst/Politik sichtbar?
Die Frage betrifft den politische Auftrag, den die Kunst sich heute selbst erteilt oder erteilen muss: ist er eine bloße Kompensation für einen seit dem Ende der feudalen oder »vertikalen« Gesellschaft fehlenden realen Auftrag, dient er bloß der Verschleierung einer tatsächlichen Beliebigkeit der künstlerischen Strategien, bedeutet er im Gegenteil eine wirkliche Autorisierung im Sinne der demokratischen Aufteilung, oder lässt er sich schließlich einfach im Sinne einer Arbeitsteilung verstehen, die die Subversion den Spezialisten überläßt.
In einer Diskussion der (polymorphen) Rolle des Künstlers/der Künstlerin in der Gegenwart soll das zeitgenössische gesellschaftliche Feld und seine problematischen Implikationen erfasst werden. In Kontrast und zu Gunsten eines Erkenntnisgewinns, der aus vergleichender Analyse zu ziehen ist, wird auf historisches und ethnographisches Material zurückgegriffen. Die unterschiedlichen Möglichkeiten, einen gesellschaftspolitischen Auftrag der Kunst zu bestimmen, sollen kritisch diskutiert werden. Der Position der Künstlerin wird aus gendertheoretischer Perspektive besonderes Augenmerk gewidmet sein.
Eine vorläufige Literaturliste ist bereits verfügbar.

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Mutter mit Tochter. Holzrelief von E.v. Samsonow

Abb.: © E. v. Samsonow

Seminar für DiplomandInnen und DissertantInnen,

Privatissimum für DissertantInnen,

Sprechstunden mit Elisabeth von Samsonow

Termine jeweils nach Absprache/Voranmeldung:

Kontakt/Anmeldung: k.ferrari@akbild.ac.at.

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Lehrveranstaltungen von
LB Mag. Dr. Ingrid Hölzl

Abb.: Uni Hamburg

SE Anthropologie IV
Einführung in die fotografische Indextheorie

Termine nach Vereinbarung
Beginn: 6. März 2008

Dieses Seminar bildet die historische Grundlage der Vorlesung »Fotografie – quo vadis?« und verfolgt das Ziel, aktuelle Debatten um den epistemischen und performativen Gehalt von Bildern vor dem Hintergrund der fotografischen Indextheorie zu beleuchten. Diese in Bezug auf die analoge Fotografie entwickelte Medienontologie muss zwar im Zeitalter der digitalen Medienemulation um eine bisher noch ausstehende Theorie digital(isiert)er Bilder ergänzt werden, bleibt aber, was die optische Genese fotografischer Bilder und den Fotorealismus computergrafischer Bilder betrifft, weiterhin relevant.

Diesbezüglich maßgebliche Texte der 1960er und 1970er Jahre sollen kritisch auf ihre »blinden Flecke« befragt werden: die im semiotischen »Kurzschluss« von Objekt und Bild ausgeblendete Position des Fotografen/der Fotografin und die auf dem »magischen Realitätstransfer« gründende Selbstaufhebung des fotografischen Zeichens im Akt der Rezeption. Das Jahr 1980 markiert in diesem Zusammenhang mit Roland Barthes' Die Helle Kammer einen vorläufigen Schlusspunkt jener Entwicklung, mit der die Fototheorie, angestoßen durch die in den 1970er Jahren einsetzende Nobilitierung der Fotografie zur Kunst, ein reflexives Niveau erreicht hat, an dem sich die aktuelle Kritik und Theorie immer noch abarbeiten.

Neben den kanonischen Texten von Siegfried Kracauer (»Theorie des Films«), Rudolf Arnheim (»Seele in der Silberschicht«) und Rosalind Krauss (»Das Photographische«) sollen auch weniger bekannte Texte von Wolfgang Kemp, Minor White und anderen durch die SeminarteilnehmerInnen vorgestellt und gemeinsam anhand von Bildbeispielen aus der (gerne auch eigenen) künstlerischen Praxis diskutiert werden.

Das Seminar dient der Einführung in die Fototheorie und soll im nächsten Semester mit Fokus auf die Texte der 1980er und 1990er Jahre fortgeführt werden. Gleichzeitig dient es dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen für die künstlerische, kunstkritische und kuratorische Praxis.


Die Literaturliste ist hier einzusehen.

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