Philosophische und historische
Anthropologie der Kunst 

Institut für
Kunst- und Kulturwissenschaften

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wien

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Elisabeth von Samsonow

Texte zu einer anthropologischen Ästhetik - Texte zu Renaissancephilosophie, Technikgeschichte und Mnemonik - Texte für KünstlerInnen

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Elisabeth von Samsonow:
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Manuskript von Giordano Bruno

Manuskript von Giordano Bruno
Foto: Elisabeth Samsonow

Sie finden hier online Texte von Elisabeth von Samsonow, die mit den Forschungsschwerpunkten am Ordinariat für philosophische und historische Anthropologie der Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien in Zusammenhang stehen.

Beachten Sie auch die Bibliographie der publizierten Arbeiten von Elisabeth von Samsonow.
 

Die verfügbaren Texte sind zeitlich absteigend innerhalb folgender Rubriken geordnet:

I. Texte zu einer anthropologischen Ästhetik
II. Texte zu Renaissancephilosophie, Technikgeschichte und Mnemonik
III. Texte für KünstlerInnen

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I. Aufsätze zu einer anthropologischen Ästhetik

Derzeit verfügbar:
Ist eine Projektion ein plastisches Ding? (NEU, mit D. O’Donoghue) -
Spur und Abdruck (2003) -
Das Labyrinth (2003) -
Inferno (...) -
Techniken zur Herstellung einer Gruppenseele (2003) -
Der Körper als Passage (2002) -
Subversion und Reflexion (...)

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Mittelalterliche Holzskulptur

Ist eine Projektion ein plastisches Ding? Lacan und das Verschwinden der Plastik/Skulptur/Statue im Kanon der Künste

Gemeinsam mit Diane O’Donoghue (Cambridge, Mass.)

Vortrag
Bremen, Herbst 2004.

Abstract: Die Zusammenstellung von Körper und Spiegel, wie sie in Lacans identitätsbildender Urszene vorgeführt wird, hat den theoretischen Zugang zum Körper in den letzten fünfundzwanzig Jahre in modellhafter Weise ausgerichtet. In der gegenwärtigen Kunst nun tritt eine neue Welle körperbezogener Performance geradezu als eine Art Befreiungsideologie vom (Spiegel-)Bild-Terror auf und reklamiert in ihren subtileren Ansätzen für sich eine vertieft realitätshaltige und realitätsstiftende Wahrnehmungsform. Unserer Ansicht nach macht sie sich dadurch verdächtig. Wir möchten in unserem Beitrag einen Versuch unternehmen, die tieferen Gründe für dieses sentimentale Körperlamento zu benennen, indem wir die (kunst-)wissenschaftlichen und anthropologischen Bedingungen für die Karriere des problematischen Körpers in zwei unterschwelligen, doch wesentlichen Aspekten der Lacansche Konstruktion des Spiegelstadiums aufsuchen: dem Spiegel als historisch kontingentem Medium, das Lacan gleichwohl als psychisches Konstituens im Sinne einer anthropologischen Konstanten auszeichnet, und der zeigenden Mutter, durch die ein lacansches Spiegelkind sich - doch wie? - von einem freudschen Narziss unterscheidet.

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Aktion von Simon Wagner

Aktion von Simon Wagner
Foto: Florian Braitenthaller

Spur und Abdruck. Ästhetik der Eigentlichkeit

erschienen in:
Biographien des organlosen Körpers. Hrsg. v. Éric Alliez u. Elisabeth von Samsonow. Wien: Turia+Kant 2003, S. 202-222.

Abstract: Ich beschäftige mich in meinem Vortrag mit Spur und Abdruck, mit Formen von Hinterlassenschaften, die in der Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts eine besondere Rolle zu spielen angefangen haben. Es springt ins Auge, wie diese Hinterlassenschaften, Spur und Abdruck, sobald sie in einem Kunstwerk auftauchen, sich als Ausweis, Beweis oder Beleg eines bestimmten Körpers, der sich mittels derselben in Erinnerung bringt, definieren. In die erhöhte Wertschätzung von Spur und Abdruck ist der Wunsch nach der Wahrheit des Ausdrucks eingegangen, was heißt, dass diejenige Ladung und Energie, die die Hinterlassenschaft aus dem physischen Einsatz bezieht, als in sich originell, d.h. echt und wirklich »gestiftet«, bewertet wird. Dem Körper kommt in diesen künstlerischen Strategien die Rolle eines ersten Generators zu, einer spezifischen Form von Autorschaft, deren Ausdrucksmittel die möglichst unmittelbaren sind.

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Labyrinth

Grafik: Simon Wagner

Das Labyrinth.
Zur Struktur theologischer und biologischer Selbstüberwachung

erschienen in:
Manier Manieren Manierismen. Hrsg. v. Aleida Assmann u. Erika Greber. Tübingen: Gunter Narr 2003, S. .

Abstract: Ich möchte in meinem Referat Überlegungen zum Thema Sich-Verlieren und Wiederfinden aus ganz unterschiedlichen Pespektiven verbinden, und zwar mythologische oder theologische mit biologischen, wobei unter den biologischen Motiven auch monadologische verstanden werden könnten, insofern es hier um die Weisheit der Zelle geht. Es ist nicht zu übersehen, dass die zeitgenössische Zellphysiologie, insbesondere in der Gestalt der Stammzellentheorie, dem schwierigen Projekt des philosophischen Monismus oder der Monadologie zu einem unverhofften Revival unter veränderten Vorzeichen verhilft. Das Thema dieser Monadologie - »das Eine im Vielen« - bildet nicht nur den Kern der metaphysischen »Auszählung« der Eins im Schöpfungsvorgang, sondern umschreibt auch die Aufgabe der Mnemotechnik und Mnemophilosophie, die Identität in der Verschiedenheit sichern will.

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Eingang zur Hölle

Abb.: www.bergerfoundation.ch

Das Inferno.
Die Pervertierung der heiligen Unterwelt

Vortrag São Paolo 2002

Abstract: Ich gehe in meinem kurzen Statement zu Form und Bild der Hölle davon aus, daß; der Raum als Figur des Imaginären angesehen werden kann, der sich unter den Projektionen und Hoffnungen, die er fängt, verformt. Ich versuche, zu zeigen, unter welcher Projektionsladung bzw. unter welchem Projektionsdruck sich der Raum krümmt, faltet, sich abschließ;t oder öffnet und dergleichen mehr, d.h. ich untersuche die Ursachen seiner Verwerfung, wobei mit »Verwerfung« auch die problematische Lesung bzw. die Denunziation ihm ursprünglich eingeschriebener, nun überholter älterer Projektionen gemeint sein kann. Die Kosmologie ist so als Arbeitsfeld einer imaginären Protoplastik zu betrachten, die die Extroversion der Version einer unter Druck geratenen Psyche darstellt.

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Verkehrsstau

Abb.: World Wide Web

Techniken der Herstellung einer Gruppenseele

erschienen als:
Satellitenleib. Techniken der Herstellung einer Gruppenseele,
in: Gott und die Katastrophen. Hrsg. v. M. Jäger, A. Roedig u. G. Treusch-Dieter. Berlin: Ed. Freitag 2003.

Abstract: Auch diejenigen, die die ethische Dimension der Religion zum Anlaß einer vernünftigen Beschäftigung mit ihr nehmen, können ihre Ratlosigkeit hinsichtlich der Tatsache nicht verbergen, daß die Religionen sich nicht von sich aus gegenseitig respektieren und auch die fremden Götter schätzen. Man meint, es sei für eine Religion evident, daß Religionen grundsätzliche systemische Ähnlichkeiten untereinander aufweisen und deshalb Gleichberechtigung zu herrschen habe. Nun ist das Gegenteil der Fall. Anstatt also zu erklären, daß diese Konzentration auf das Innere der jeweils eigenen Religion - und ihre bekannten politischen Konsequenzen - nicht zulässig sei, will ich versuchen, Licht in diese tatsächlich problematische Logik zu bringen. Es geht darum, denjenigen Reflex zu untersuchen, der die Anhängerschaft einer Religion gegenüber denjenigen, die einer anderen folgt, in Reserve bringt.

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Kletterer

Abb.: www.klettern.at

Der Körper als Passage.
Meditation über das Wachsen

erschienen in:
Quel corps? Hrsg. v. H. Belting, D. Kamper u. M. Schulz. München: Fink 2002. S. 175-187.

Abstract: Die Geschichte der absichtsvollen Umformatierung des natürlichen Körpers in einen künstlichen - was in sich selbst nichts anderes sein hätte sollen als der Prozeß des Verstehens selbst dieses natürlichen Körpers - dauert nun ja schon einige Zeit an, sagen wir: etwa zweitausend Jahre. Der künstliche Körper, ursprünglich eben der symbolische Hauptgewinn in Körperverstehen, stellt sich aber als ebensowenig eindeutig dar wie der ehemalige natürliche, kurz: als schwierig.

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Abb.: E. v. Samsonow

Subversion und Reflexion.

erschienen in:
Kunst und Demokratie. Vortragsreihe der Galerie Carinthia im Stift Ossiach vom 22. bis 24. Juli 1999. Hrsg. v. Irmgard Bohunovsky-Bärnthaler. Ritter Verlag, Klagenfurt und Wien, 1999.

Abstract: Zum hier zur Debatte stehenden Thema »Kunst und Demokratie« hätte man vielleicht vor nicht allzu langer Zeit ohne mit der Wimper zu zucken sagen wollen, dass beide in einer gleichsam natürlichen Verbindung zu sehen seien, dass sich etwa die Demokratie als derjenige Raum beschreiben lassen müßte, der ideale Existenzbedingungen für eine freie, in ihren Äußerungen uneingeschränkte Kunst bietet. Erst ein genaueres Hinsehen, das das Aufdecken schwieriger Erfahrungen einschließt, führt notgedrungen zu einer mehr oder weniger radikalen Einschränkung und Revision einer solchen schönen Meinung, und es zeigt sich, dass Kunst und Demokratie in offenkundigem Widerspruch zueinander stehen...

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II. Texte zu Renaissancephilosophie, Technikgeschichte und Gedächtniskunst

Derzeit verfügbar: Similitudo simulacrum simulation (...) - Landvermessungsmarken bei Jan van Eyck (1999) - Allverwandelbares Protoplasma (...)

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similitudo

Abb.: unbek. Herkunft

similitudo - simulacrum - simulatio.
Die Transformation des Wahrheitsbegriffes in der Renaissance

Vortrag

Abstract: In meiner Darstellung des in der Philosophie der Renaissance zunehmend Terrain gewinnenden Begriffs der similitudo - und einiger derselben Wortfamilie entstammender Termini - möchte ich zunächst den metaphysischen Rang jenes Begriffs und seine erkenntnistheoretische Funktion erläutern; zu diesem Zweck werde ich mich insbesondere der philosophischen Thesen Tomaso Campanellas, der als Verfasser der »Civitas Solis« berühmt geworden ist, bedienen. Ferner möchte ich, in einem zweiten Schritt, in Rückgriff auf die Hieroglyphik der Hochrenaissance den Horizont wiederherstellen, unter dem die similitudo zur Fundamentalkategorie eines kreationistischen, am wirkmächtigen Bild orientierten Denkens avancieren konnte. Ich werde mich in diesem Zusammenhang insbesondere der Mnemotechnik und Alchemie widmen, und mich auf die hoffnungsvollen Strategien konzentrieren, die diese beiden Disziplinen mit der Hieroglyphenschrift verbunden haben.

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Landvermessung in der frühen Neuzeit

Abb.: World Wide Web

Geo-Pictura.
Landvermessungsmarken als Elemente des malerischen Raumes bei Jan van Eyck

erschienen in:
Porträt - Landschaft - Interieur. Hrsg. v. Christiane Kruse u. Felix Thürlemann. Tübingen: Gunter Narr 1999.

Abstract: Jan van Eyck scheint eine nicht geringe Leidenschaft für die Kartographie besessen zu haben; darin war er ganz Kind seiner Zeit. Auf dem Hintergrund der von Roosen-Runge und Helas nochmals hervorgehobenen perspektivischen Methode der Kartographie möchte ich versuchen, den Landschaftsprospekt der Rolin-Madonna nicht einer Symbolanalyse, sondern vielmehr einer technischen Analyse bestimmter Bildelemente zu unterziehen. Ich habe vor, in meinem Beitrag eine selten hergestellte Verbindung zwischen dem malerischen Problem des Landschaftsraumes und der Landvermessungskunst stark zu machen, die, jenseits einer nur auf den historischen Zusammenhang gerichteten Recherche, durchaus auch im Sinne der jüngeren philosophischen Kritik und Dekonstruktion an den Produktions- und Darstellungsweisen des Raumes zu verstehen ist.

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Giordano Bruno

Abb.: akg Berlin

Allverwandelbares Protoplasma.

Vortrag München 1999

Meine Absicht ist es, Ihnen etwas über Brunos unendliche Welten vorzutragen, über seine Unendlichkeit und über seinen Pantheismus, also über all jenes, wofür er berühmt geworden ist und wofür - das darf ich annehmen - er als Schirmherr dieser Ausstellung erwählt worden ist. Ich will nur ein wenig mit der Gepflogenheit brechen, die die Bruno-Interpreten oder Bruno-Freunde als solche charakterisiert, dass sie nämlich vornehmlich von Brunos Welten, vom Weltall und den kreisenden Planeten usf. reden und dann in einem zweiten, von dem ersten durch eine deutliche Verschnaufpause getrennten Atemzug mindestens ebenso pathetisch vom ergriffenen Helden.

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III. Texte für Künstlerinnen und Künstler

Derzeit verfügbar:
Zu Friederike Mayröcker (2010)
KünstlerInnen des MAK (2004)
Zu Gunter Damisch (1998) -
Zu Birgit Jürgenssen (1999) -
Zu Eva Schlegel (2002)

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Dies Ganze muß selig werden.
Zu Friederike Mayröckers Bedeutung in der Gegenwart

NEU!

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MAK - Museum für angewandte Kunst

Foto: MAK

Texte zu KünstlerInnen der permanenten Ausstellung des MAK: Barbara Bloom, Eichinger oder Knechtl, Günther Förg, Gangart, Franz Graf, Jenny Holzer, Donald Judd, Peter Noever, James Turell, Manfred Wakolbinger, Heimo Zobernig,

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Tast.Figur.
Die Durchlässigkeit sensibler Membranen
Zu einem Element in der Malerei von Gunter Damisch

erschienen in:
Gunter Damisch. [Ausstellungskatalog Mario Mauroner Galerie Academia.] - Salzburg: Galerie Academia 1998.

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Ringende Atalante (Griechische Vase)

Abb.: Ringende Atalante

Sparta unterm Schminktisch.
[Zu Birgit Jürgenssen]

erschienen in:
EIKON 28 (Wien 1999)

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Reiz und Absenz.
Zur Ästhetik der Unschärfe in den Arbeiten von Eva Schlegel

erschienen in:
Eva Schlegel: Neue Arbeiten [Kat. z. Ausstell. in der Galerie Schmidt, 26. Aug. - 13. Okt. 2002]. Reith im Alpbachtal: Galerie Schmidt 2002.

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